Mauerpfad am Mörchenpark

Mauerpfad am Mörchenpark

Sozialraumarbeit von und mit Jugendlichen am Holzmarkt an der Spree. Nachhaltiges, künstlerisches, wie biologisches Projekt um Fragen zur eigenen Identität und zum eigenen Kiez.

Kurzablauf

14-tägig fortlaufend (je ca. 3h) beginnend mit:

  • Interviewführung
  • Audiobearbeitung
  • Portrait- und Pflanzenfotografie
  • Fortlaufende Blogerstellung

Projekt von 2014 bis Juli 2016 (Eröffnung)

 

Konzeptidee zum Mauerpfad

Es entsteht eine kaputte kleine Mauer mit Durchbrüchen, mal tief/hoch, die von beiden Seiten bepflanzt, – und von einem schmalen Möhrchenpark1024x392 Grünstreifen umgeben wird. Ort ist der entstehende Mörchenpark auf dem Holzmarkt. Die “Mauer” soll den realen Verlauf der Mauer spiegeln/erinnern und wird eine flüsternde, erzählende „Mauer“ auf dem ehemaligen Todesstreifen: In Hohlräumen der Steine werden kleine Lautsprecher wasserdicht verbaut, die Geschichten der Mauer, des Kiezes und des Ortes erzählen.

    Zudem hinterlässt jeder etwas von “sich” in der Mauer. Das was hinterlassen wird, kann sich mehrfach wandeln und dokumentiert den eigenen Prozess. Die Entstehung benötigt ein Jahr und ist auch am “Ende” ein nachhaltiges Erlebnis, das im wahrsten Sinne bleibt.

Durch Interviews in der Nachbarschaft werden jüngere und ältere Geschichten zum Holzmarkt und seinem Umfeld, dem eigenen Kiez gesammelt. Diese Geschichten werden über Lautsprecher hörbar, die unsichtbar in eine Mauer integriert sind. Für die flüsternde Mauer und deren Bepflanzung entwickeln wir Konzepte und schaffen selbst gestaltete Objekte.

Die Teilnehmer werden verschiedentlich qualifiziert, um Interviews mit Menschen aus dem Kiez zu führen und diese zu Podcasts, Hörspielen und freie Arbeiten weiter zu entwickeln.

Optisches Vorbild ist nicht die historische „Mauer“, sondern die Gebäude, die den Uferstreifen am Holzmarkt prägen: alte, rote, gebrannte, leicht kaputte Ziegelstein-Mauern und Wände. Vorbereitend wird über die Formen und Muster von Mauern und Rank- und Schlingpflanzen gearbeitet und Konzepte für Bau und Bepflanzung erstellt.

Der “Mauerpfad” ist ein längerer Prozess, eine intensive Erfahrung des eigenen Schaffens, der sich durch verschiedensten Formen des Ausdrucks bewegt und vermittelt, – von pflanzen, Mauerbau, Fotografie, Materialarbeiten, alles um Ton-Aufnahme, -Bearbeitung und -Installation, schriftliche Publikation, Dokumentation bis zum Videoblog.

 

 

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