Leitfaden | Ansatz

Was ist reflect?

Alles hat eine Form! Hat alles eine Form?

Dies wird als Ausgangspunkt diskutiert und intensiv am Beispiel des Workshop-Themas in Theorie und Praxis durchgespielt. So beginnt ein mehrschichtiger Reflektionsprozess zur Wahrnehmung, in dem sich Naturwissenschaften und Kunst überlappen und deren Zugangswege koppeln. Das Analytische wird erweitert durch das sinnliche Erleben und andersherum. Es ist der Blick des Kleinkindes, verbunden mit dem Intellekt des Erwachsenen und jeweils passender Wissensvermittlung.

Über 10 Jahre Erfahrungen zur Verbindung von Kunst und Naturwissenschaft wurden im Ansatz reflect gebündelt, um eine neue Perspektive in der Aneignung und Vermittlung ästhetischer Erfahrung zu gewinnen, die alle Lerntypen gleichermaßen anspricht. Über den Zugang der konkreten Form verbinden sich die naturwissenschaftlichen Phänomene (Wissen, Ratio) mit den künstlerischen und kulturellen Formen (körperlich, Emotion) als auch den Formen des Alltags in einer eigenen Praxis.

Es geht um die Weiterführung der kindlichen Entdeckerfreude durch die Erkenntnis, dass die Welt noch nicht vollständig entschlüsselt und interpretiert ist. Es besteht die Möglichkeit, dass auch Kinder und Jugendliche Entdeckungen machen. Hierfür ist kein Forschungslabor nötig, sondern lediglich die Schulung der eigenen Wahrnehmung. Spannend ist, dass die größten weißen Flecken auf der Forschungs-Landkarte tatsächlich die Formbeschreibungen sind, da üblicherweise mit Modellen, Datensätzen und materiellen Analysen gearbeitet wird. Es ist daher kein Zufall, dass in den letzten Jahren Jugendliche über Formanalysen zu großen Entdeckungen kamen. (Beispiele: Mikrobiologie, Genetik, Krebsforschung)

Hinzu tritt eine neue Reflektionsebene durch Neuro-ästhetisches Feedback, das erstmals Prozesse des Gehirns ästhetisch nachvollziehbar darstellen kann. Dies kann auch live geschehen im Prozess des Lernens oder in einer ästhetischen Praxis.

Vermittlung einer Technik der Wahrnehmung, in der sich die Kinder und Jugendlichen etwas (zurück) erobern und erschließen, das sie für sich vielseitig nutzen können. Diese Herangehensweise beginnt damit, dass man der Form eine größere Tiefe/Bedeutung in ihrer Wirkung zuschreibt, besonders in Prozessen, und sie genau beschreibt.

Ziele sind es den beschriebenen Nutzen zu vermitteln:

  • Erweiterung und Differenzierung der eigenen Wahrnehmung („Spätestens wenn man es abzeichnet, merkt man, was man vorher nicht gesehen hat.“)
  • Verbindung von Kunst und Wissenschaft schafft eine neue Perspektive
  • Ansprechen aller Lernzugänge (geistig und körperlich wahrnehmend)
  • Selbsterkenntnis durch Selbstbeobachtung (Neuro-ästhetisches Feedback) und Selbstausdruck (Gestaltung)

Die Teilnehmer entwickeln eine Idee von Selbststeuerung und sammeln Erfahrungen mit neuronaler Selbststeuerung

  • Wirkung des eigenen bzw. fremden Handelns beobachten (Identitätsbildung)
  • Wissensvermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte (Niveau-, wie thematisch angepasst)
  • Zugang zu aktuellen Erkenntnissen zum Gehirn und seiner Zustände (angepasst an jede Altersstufe)
  • Erleichterter Zugang zu Naturwissenschaft und Kunst (ob von der Kunst kommend oder der Naturwissenschaft)

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