History | Entwicklung ungekürzt

Historie|Entwicklung

Veranstaltungen 2002-2010

Nicht aufgeführt sind einzelne Vorträge, Veröffentlichungen, Messungen und Experimente.

Forschungsrückblick:

  • Stufe I: Seminar & Theorieabgleich (2001-2003)
  • Stufe II: Praxisphase Bewusstsein & Gehirn (2004-2006)
  • Stufe III: Theoriebildung zur Wechselwirkung und seinen Formen: Hintergründe & Experten (2007-2009)
  • Stufe IV: S:O:N:A:R – Selbst-Organisation natürlicher anschaubarer Resonanz,(forschende) Anwendung in Theorie & Praxis (2009-2013)
  • Entwicklung des Brain-Avatars (2003-2012)

    Die Verbindung der ästhetischen Wahrnehmung und der Selbstwahrnehmung hat sich als integrative Methode herausgestellt. Nun schließt sich unsere Spur zu einem Kreislauf und wir kommen wieder zu unserem eigentlichen Kompetenzfeld. Kulturelle Bildung ist die Konsequenz aus der Forschung der letzten Jahre zu Gehirnzuständen, Informellen Lernen und der ästhetischen Wahrnehmung.

    Ausgangspunkt
    2001 | 10 | 25. | Start des Forschungsprojektes

    Das Projekt beginnt als gut besuchtes theoretisches Seminar von Martin Schöne zu den Begriffen Realität und Materie, begleitet und geleitet von Prof. Birgit Hein, ausgehend von der Freien Kunst. Ziel ist es eine größere theoretische Veranstaltung zu „Realität/Bewusstsein“ vorzubereiten und Sprecher zu gewinnen. Heraus kam ein Vorschlag zur Beschreibung der quantischen Phänomene, was seinerzeit merkwürdig war und heute in der U-Bahn im Fernsehen läuft. Leider haben sich deswegen auch ein Dutzend kommerzielle Projekte zu „Quanten-XXX“ entwickelt, die nicht immer erhellend wirken. Man kann sich nicht ein paar Phänomene herausgreifen, die Realität bietet alle nur zusammen als eins. Nur weil einen Non-Lokalität fasziniert, kann man nicht die anderen Phänomene verdrängen. Es reicht auch nicht zwei, drei oder auch vier Phänomene gemeinsam zu bedenken, sondern das Ganze gibt nur Sinn, wenn man alle Phänomene annimmt und zwar vollständig in seiner Tragweite, denn so ist die Realität.

    2002 | 06 | 06./07. | Erste größere Veranstaltung

    Tagung von Kunst und Wissenschaft mit Prof. Thomas Görnitz (Quantenphysik), Prof. Albert Popp (Biophotonen) und Wissenschaftlern der Gehirn- bzw. Bewusstseinsforschung sowie dem Wagnis eines philosophischen und geisteswissenschaftlichen Einstiegs. Öffentliches ZUSAMMENTREFFEN von Kunst und Wissenschaft I (Fotos, Vorträge des ZUSAMMENTREFFEN I)

    Theoretische Grundlagen von Realität & Bewusstsein sowie eine Beschreibung der quantischen Phänomene.

    Erkenntnis zu Materie und Realität: Die quantischen Phänomene lassen sich erstaunlicherweise in wenigen Sätzen gut beschreiben und sind gut verständlich, sofern man ein nicht-dualistisches Weltbild verinnerlicht hat.

    Ein recht bekanntes Beispiel ist der Welle-Teilchen-Dualismus von Licht: Licht kann als Teilchen gemessen werden oder als Welle, was sich jedoch gegenseitig ausschließt. In unserer Publikation „Hintergründe – Motive“ (2003) wird das erläutert. Kurz gesagt: Aus der Entweder-Oder-Logik wird eine Sowohl-als-auch-Logik, kurz Und-Logik. Komplexes Denken ist ohne eine Und-Logik nicht möglich. Im klassischen dualistischen Weltbild schließen wir, wenn Lösung A richtig ist, ist B automatisch falsch, was eine erhebliche Verkürzung der Realität darstellt, ein Kurzschluß. (siehe „Phänomene“)

    Die Tagung machte klar: Jede echte Annäherung an Materie und Realität ist für den Menschen immer auch eine Auseinandersetzung mit dem Bewusstsein. Unsere Realität konstruiert sich im Gehirn, das auch unsere Wahrnehmung selektiv steuert. Ab diesem Punkt beschäftigte sich Well…come 21 theoretisch wie praktisch ausschließlich mit Forschungen zum Bewusstsein. Schnell wird dabei klar, dass unser Bewusstsein die meiste Zeit unbewusst ist. Als Beispiel sind unsere Erinnerungen zu 99,99% unbewusst und können temporär bewusst gemacht werden. Daher sollte eine Untersuchung des Bewusstseins das ganze Gehirn umfassen, – wenigstens.

    Nach der Tagung begann die praktische Phase mit Kursen des Klinikums Braunschweig zur Einführung in bildgebende Verfahren zum Gehirn. Schnell stellte sich heraus, dass nur das EEG unseren Anforderungen an Unmittelbarkeit nachkam, weil es wirklich die elektrochemisch erzeugten Spannungsimpulse der Nervenzellen misst und die höchste zeitliche Auflösung liefert. Die teuren neuen Verfahren zur Bildgebung messen hingegen lediglich die Begleiterscheinungen der Gehirnaktivität, wie Sauerstoff- oder Glukoseverbrauch.

    2002 | Entwicklung Brain Avatar 1 und 2
    2002 | 07 | Unsere erste Wirkungsforschung zum Bewusstsein

    37° Liege, Prozesseinheit für eine Person (Ausstellung, Schöne, 2002)

    In die Haube ist ein Monitor für Videobilder und ein EEG-Gerät eingebaut. Die Person sieht einen Film, dabei wird die Gehirnaktivität gemessen.

    2002 | 12 | 09. bis 16. | Erste Parallel-Messung – Performance trifft auf buddhistische Spiritualität|Ritualität.

    Parallele EEG-Messung (12-Kanal-Papier-EEG) zur Zusammenarbeit von Marina Abramovic und Lama DoboomTulku (Leiter des Tibet House Dharamsala). Auftritte mit 12 Mönchen im Haus der Kulturen der Welt, Berlin. Videoarbeit “special get together” (von Martin Schöne), eine parallele Papier-EEG-Messung der Choreographen sowie ein Interview zur Interdisziplinarität. Öffentliches ZUSAMMENTREFFEN von Kunst und Wissenschaft II. (Fotos)

    Forschungsfrage: Kommt es zu Korrelationen zwischen den Personen?

    Die beiden saßen einfach nur gemeinsam da, eine Krankenschwester am Papier-EEG, drei laufende Kameras und drei Beobachter. Der hohe Lama war aber auch beim lebhaften Reden und Scherzen die ganze Zeit auf ca. 4 Hertz Frequenzschwingung, was bei Erwachsenen nur im Schlaf oder in tiefer Meditation erreicht wird. Im Grunde wie man es erwarten kann bei einem von Kind, auf hochtrainiertem Bewusstsein.

    Was dann am Ende geschah ließ die Krankenschwester fassungslos ausrufen, dass sie das in 20 Jahren noch nie erlebt hat: Als die abgesprochene Messzeit abgelaufen war, fragte der Lama, ob die Zeit nicht um sei, was Martin Schöne mit „Fast, noch ein paar Minuten.“ beantwortete. Eine gute Minute danach beendete das EEG-Gerät mitten in der Messung die Aufzeichnung und zeigte nur noch ein Fischgrät-Muster, was nur ein spezieller Techniker als Testsignal auslösen kann (eine spezielle Schaltung im Gerät). Die Messung war beendet, der Lama zufrieden. Auf Nachfrage, ob er was getan habe, grinste er nur und fragte ob die Elektroden nun ab können.

    Eine Stromunterbrechung o.ä. konnte ausgeschlossen werden, da sonst auch zwei Kameras ausgegangen wären, die am gleichen Dreierstecker hingen. Auch eine Manipulation durch die Krankenschwester konnte ausgeschlossen werden, da ihre Hände von oben durchgehend gefilmt wurden. Das Phänomen war absolut unerklärbar, auch nach Rücksprache mit dem Techniker, da das Fischgrät-Muster nur durch einen starken elektrischen Impuls ausgelöst werden kann.

    In der späteren Videoauswertung zeigte sich jedoch, dass der Lama nach seiner Frage deutlich schneller und tiefer atmete. Im Nachgang blieb nur die Möglichkeit, dass der Lama durch seine Atmung Energie sammelte, um diese dann als Impuls schlagartig freizugeben, – was natürlich außerhalb der angenommenen Möglichkeiten liegt.

    Erkenntnis: Ein von klein auf trainiertes Bewusstsein hat deutlich mehr Einflussmöglichkeiten auf sein Gehirn, als üblich. Wir waren beeindruckt.

    Die eigentliche Frage zur Korrelation zwischen den beiden konnte nicht ausreichend geklärt werden. Die Frequenz unterschied sich deutlich, da sich der Lama permanent in einer tiefen Entspannung befand (4 Hz), Marina Abramovic dagegen sich in einem entspannten Alphazustand befand (9 Hz).

    Weitergehende Erkenntnis zum EEG: Die seit 90 Jahren übliche Darstellung des EEG-Signals in einer x/y-Achsen (Zeit/Amplitude) gibt lediglich Auskunft über die Frequenz und die Stärke des Signals. Die Qualität des Signals jedoch, die Modulation und Korrelation zwischen zwei Signalen, ist nicht zu entnehmen, da es häufig zu phasenverschobenen Korrelationen kommt (die Wellen liegen nicht übereinander, sind aber trotzdem in einem engen Zusammenhang).

    Spätestens jetzt wurde klar, dass wir die gemessene Gehirnaktivität anders darstellen wollen, um unseren vielen qualitativen Fragen näher zu kommen. Ab diesem Zeitpunkt wurde mit anderen EEG-Geräten gearbeitet, die eine Aufnahme der Signale vornahm und so eine spätere Untersuchung/Verarbeitung ermöglichte.

    2003 | 01 | 09. bis 10. | Kunstbetrachtung und Korrelation

    Parallele EEG-Messung (2 x 8-Kanal-EEG samt analoger Aufzeichnung)

    Konkret ging es um die Wirkung von abstrakten Filmen. Hierfür wurde Prof. David Larcher beim Betrachten seines Films ›Mare’s Tail‹ gemessen. Nach den ersten 10 Minuten kam eine Person dazu, die den Film noch nie gesehen hatte. (Fotos)

    Wirkung von Kunst auf den Künstler – Wirkung von Kunst auf den Betrachter.

    Frage: Kommt es zu Korrelationen zwischen den Personen?

    Erkenntnis: Es kam zu keiner übereinstimmenden Wirkung, die im EEG sichtbar gewesen wäre. Der Verlauf war jedoch so unterschiedlich, dass wir schlossen, dass a) wahrscheinlich ein Film nicht auf alle Personen dieselbe Wirkung hat, und b) der Erzeuger/Künstler selbst durch seine Vorerfahrungen mit dem Film eine andere Haltung aufweist, die die reine Bildwirkung überlagert. Der herstellende Künstler hat mit seinem Film viele persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen, er hat den Film schon oft gezeigt und Erfolge damit gefeiert. Die Gemengelage aus Stolz und Langeweile wird bei einem unbeteiligten Erstbetrachter kaum auftreten.

    Von daher besteht ein völlig anderes Verhältnis zu diesem Film, als bei einem Erstbetrachter ohne jeden persönlichen Bezug. Die ästhetische Wirkung unterliegt der Bedeutungsebene des Betrachters.

    Erkenntnis zur Entwicklung der gewünschten Bildgebung für das Gehirn: Die aufgezeichneten EEG-Daten dieser Messungen waren die erste Grundlage zur Untersuchung von EEG-Daten. Bei der Untersuchung der Daten wurde schnell klar, dass Gehirnaktivität nichts anderes ist, als ein sehr hochverdichteter Sound aus tausenden Signalen. Stellen Sie sich vor, dass Sie alle Radiosender auf einmal hören, es klingt wie eine Soundkatastrophe, obwohl es so viele Ordnungen enthält. Der Sound ist ein dunkles, verzerrtes, rauschendes Brummen in dem tausende Sounds zusammenkommen, und darin muss sich eine Reihe von Ordnungen verstecken.

    Ab diesem Punkt versuchten wir Menschen in eindeutige Zustände zu bringen und sammelten die EEG-Aufzeichnungen für die Entwicklung eines neuen bildgebenden Verfahrens.

    2003 | 01 | 23 | Trance-Ritual
    • Trance-Ritual mit Nana Nauwald durch archaische Körperhaltungen nach Dr. Felicias Goodman.

    25 Personen wurden theoretisch als auch praktisch an ein Trance-Ritual herangeführt, wobei einige EEG-Messungen vorgenommen wurden. Öffentliches ZUSAMMENTREFFEN von Kunst und Wissenschaft IV

    Wirkung von ethnologischen Körperhaltungen und archaischen Sounds auf das Gehirn.

    2003 | 03 | 23 | Bedeutung/Wirkung von Sound

    Peru, Reinigungs-Ritual

    Ritual der peruanischen Moche-Indianer mit originalen Pfeifen bei Nana Nauwald. Dabei wurden die Gehirnaktivitäten im EEG aufgezeichnet und zwei Kameras begleiteten das Ritual. Hinterher sprachen wir mit teilnehmenden Musikern über die Klang-Phänomene, da besonders der Tiefbass unerklärlich scheint. Öffentliches ZUSAMMENTREFFEN von Kunst und Wissenschaft V

    Forschungsfrage: Welchen Einfluss haben Sounds und Rituale auf das Gehirn?

    Erkenntnis zur Entwicklung der gewünschten Bildgebung für das Gehirn:

    Wir begannen mit Versuchen den komplexen Sound des Gehirns anders darzustellen. Die Idee umzusetzen stellte sich jedoch als recht schwer heraus, da wir unbedingt das originale Signal der Gehirnaktivität verarbeiten wollten, absolut unverändert und analog. Jede Veränderung des Signals hätte Beliebigkeit bedeutet und jede Grundlage zur Beurteilung entzogen. Üblicherweise haben EEG-Geräte jedoch keinen Soundausgang oder sie oktavieren die Sounds in den für Menschen hörbaren Bereich.

    In diesem Sinne sollte die Arbeit nicht künstlerisch sein, sondern eher naturwissenschaftlich neutral. Wir wollten die Realität abbilden und nicht dem Künstler-Ego durch Entscheidungen Raum geben. Dies bedeutete, das wir jeden Gedanken an Software-Darstellungen verwarfen, da man hier immer Entscheidungen treffen muss: soll das rot oder grün sein, eckig oder rund? Nein, es soll nur so werden, wie es von sich aus ist, – weil wir nur so die Hoffnung hatten die Qualität in dem Signal darstellbar zu machen.

    Wir gingen davon aus, dass der Vorgang der „Synchronisation“ eine entscheidende Rolle im Gehirn spielt, was sich später bewahrheitete. Unser konkretes Ziel war Synchronisation sichtbar zu machen, um Qualitäten besser beurteilen zu können. Dies leistet bis heute kein (anderes) bildgebendes System für das Gehirn.

    2003 | 05 | 16. bis 18. | Vortrag zum Potential unseres Gehirns

    Ausbreitung des Gesamtzusammenhangs des Projektes vor dem World Congress 2003 der ›International Association of Educators for World Peace‹ in Verbania (Italien), einem beständigen Organ der Vereinten Nationen NGO, den Non-Government-Organisations (ECOSOC|UNDPI|UNESCO|UNICEF|UNCED). Öffentliches ZUSAMMENTREFFEN von Kunst und Wissenschaft VI

    Martin Schöne‘s Beitrag für die „Educators for World Peace“ hatte zwei Aspekte:

    • Wenn man die quantischen Phänomene zusammenfassen wollte, könnte man das nicht besser machen, als mit dem Begriff „Liebe“ im Sinne Erich Friede.
    • „Warum Egoshooter keine Spiele sind und unsere Spiegelzellen dämpfen.“
    2004 | Fertigstellung Bau des ersten Brain-Avatars

    “Es erscheint uns, als müsse es in unserem Gehirn einen Ort geben, an dem die Signale aus unseren verschiedenen Sinnessystemen zusammengeführt und einer einheitlichen Interpretation unter­worfen werden, der Ort, an dem sich Empfindungen und bewusste Wahrnehmungsinhalte konstituieren. Dieser Vorstellung widersprechen neuere Erkenntnisse über die funktionelle Organisation unseres Gehirns.” Wolf Singer, gehalten in der Aula der HBK Braunschweig

    „Wir favorisieren aufgrund experimenteller Hinweise die Hypothese, dass Neuronen in der Hirnrinde, die sich mit der Repräsentation des gleichen Objekts befassen, sich dadurch zu erkennen geben, dass sie ihre Aktivität synchronisieren.“ Singer, „Vom Gehirn zum Bewusstsein“, 2006, S.37

    „Man sieht sich vielmehr einem hoch distributiv und parallel organisierten System gegenüber, das auf außerordentlich komplexe Weise reziprok wirkt. […] Es gibt hier keinen Agenten, der interpretiert, kontrolliert und befiehlt. Koordiniertes Verhalten und kohärente Wahrnehmung müssen als emergente Qualitäten oder Leistungen eines Selbstorganisationsprozesses verstanden werden, der alle diese eng vernetzten Zentren gleichermaßen einbezieht.“ Singer, dto., S.28

    2005 | 02 | 02 | „Synchronicity“ (Live-Avatar im Live-Konzert)
    • Percussion-Performance trifft auf Brain-Avatar, Konzert mit Robyn Schulkowsky.

    Erster Einsatz des Brain-Avatars in Echtzeit (Live-Visualisierung), Aula der HBK. Öffentliches ZUSAMMENTREFFEN von Kunst und Wissenschaft VIII

    Wenn man an einen Ausgang eines EEG-Geräts ein Verstärker anschließt, hat das erhebliche Auswirkungen und nicht vorhersagbare Effekte auf die Messung. Es wurde über ein Jahr probiert bis es möglich war ohne Rückkopplungen das Signal sofort weiterzuverarbeiten.

    Forschungsfragen: Visualisiert sich das musikalische Empfinden im Avatar? Drückt sich eher das körperliche Spiel des Musikers aus, oder das innere Gefühl?

    2005 | 05 | 04 | Well…come 21 – Interview Prof. Gerald Hüther, Göttingen

    Vierstündiges Interview von Prof. Gerald Hüther, über das plastische Gehirn, Arbeitsprozesse des Gehirns (Selbstorganisation, Synchronisation), Zustände des Gehirns, Informelles Lernen etc.

    „Bestimmte Dinge sehen wir nur als Phänomene, können sie beschreiben und wir haben für viele Phänomene, die wir beschreiben nur noch keinen richtigen, wie ich denke, Kanal im Denken. Ich will nur ein Beispiel nennen: Wir haben in der Vergangenheit noch nicht sehr viel davon begriffen, wie Resonanz funktioniert. Das ist das spannendste Prinzip, wenn man sich mit lebenden Systemen beschäftigt, was es da überhaupt gibt. Fast alle Phänomene, die wir im Bereich des Lebendigen finden, sind Resonanzphänomene und wir wissen nichts über Resonanz. Das bisschen, was die Physiker über Resonanz herausgefunden haben, ist vernachlässigbar. Also hier sind riesige Erkenntnislücken mit denen wir im Augenblick noch leben müssen. Ich denke das wird sich aber bald füllen. Wir kriegen eine Ahnung davon, was Resonanz bedeuten kann und was sie eventuell auch im Hirn bewirkt, wenn solche Synchronisationseffekte auftreten, wenn wir uns Gruppen von Menschen anschauen, die in Resonanz geraten.“ Gerald Hüther

    2005 | 06 | 22 | „Persönlichkeit und Entscheidungsfreiheit“
    • Freier-Wille-Diskussion und Live-Visualisierung, Alvar-Aalto-Kulturhaus, Wolfsburg.

    Öffentliches ZUSAMMENTREFFEN von Kunst und Wissenschaft IX

    Frage zum Bewusstsein: Haben wir einen freien Willen? Wie kann man auf seine unbewussten Entscheidungen einwirken?

    2005 | 11 | 04. bis 08. | ADHS und Brain-Sounds
    • Vortrag, Präsentation der Brain-Sounds und Live-Visualisierung eines hyperaktiven Kindes (ADHS).

    Öffentliches ZUSAMMENTREFFEN von Kunst und Wissenschaft X

    Vorstellung der Brain-Sounds / Live-Visualisierung ADHS

    Forschungsfragen:

      1) Gibt es typische/spezielle ADHS-Muster? Sieht man Aktivitätsschübe im Vorfeld kommen?

      2) Ist es möglich Einfluss über Feedbacksysteme zu üben?

      Erkenntnis: siehe unten 2009, IDEEN-Expo.

    2006 | 01 | 21. bis 25. | „Avatar-Tour“

    Messreihe zu besonderen Gehirn-Zuständen aus unterschiedlichen Kontexten.

    • Vorträge und Live-Visualisierung:
    • Basel – Kongress „100 Jahre Albert Hofmann“
    • Bregenz – Feedback-Psychologie
    • Albagnano – Sound und Bewusstsein, Lama Gangchen Rinpoche
    • Arosa – World Spirit Forum

    Öffentliche ZUSAMMENTREFFEN von Kunst und Wissenschaft XI

    Forschungsfrage: Sind Lama’s in einem anderen Zustand oder ist es eine Steuerung durch das Bewusstsein?

    Nachdem wir Ende 2002 bei Lama Doboom Tulku eine extreme niedrige Frequenz von 4 Hz feststellten, wollten wir das gerne bei einem anderen hohen Lama verifizieren. Das alltägliche Lama-Bewusstsein ist für einen Erwachsenen etwas Besonderes, da es dem Zustand eines Kleinkindes entspricht, das sich meist im Theta-Zustand befindet (4-7 Hz). Dieser erst überraschenden Parallele wollten wir näher auf den Grund gehen. Zufall? Besteht ein Zusammenhang mit dem Umstand, dass ein Tulku`s ein Rinpoche´s, ein „hoher Wiedergeborener“ seine Ausbildung im Kleinkindalter beginnt? Oder gibt es einen grundsätzlichen Zusammenhang?

    Das Thema fand erst 2005/8 seinen theoretischen Anschluss und wird seit 2009 durch naturwissenschaftliche Studien zunehmend untersucht. Stichwort: Informelles Lernen

    Nur mit Entspannungstechniken und deren Training können wir uns selbst wieder in diesen Zustand bringen, in denen Lamas und Kleinkinder permanent sind.

    Es ist der Eindruck entstanden, dass der Mensch erwachsen werden kann, ohne den speziellen Zustand des Kindes zu verlieren und die Fähigkeiten des Erwachsenen dadurch an Qualität gewinnen. Besonders intensiv gelingt dies offensichtlich durch eine entsprechende Anbindung schon als Kind.

    Es begann der Gedanke zu wachsen die Muster von Kleinkindern im Vergleich mit denen von Lamas zu betrachten. Die entsprechende Kita-Studie W:U:R:M wurde schließlich 2011/2012 entwickelt und realisiert.

    2006 | April/Mai | Sat-Nam-Meditation
    • Live-Visualisierung, Hochschule, Braunschweig.

    Eine geübte Yoga-Gruppe chantet 30 Minuten „Sat-Nam“ als Teil einer Keimsilben-Untersuchung (hier „ah“). Es zeigten sich hochgeordnete, „mandala-ähnliche“ (Zitat Messgruppe), harmonische, sonnenförmige Muster, die immer stabiler wurden.

    Forschungsfragen: Hat die Meditation eine Wirkung auf die Person? Welche Formen und Muster entstehen im Verlauf des Chanten?

    Erkenntnis: Die Wirkung war sehr eindeutig. Es bildeten sich höchste Ordnungen, die immer stabiler wurden. Die Muster wurden als Sonne und Mandala beschrieben.

    2006 | 07 | 16. | DJ Scanner meets Brain-Avatar

    Sonambiente (Abschlussveranstaltung), OST und Babylon, Berlin

    Forschungsfrage zur Wirkung von Musik: Deuten sich die vorausgeplanten gemixten musikalischen Übergänge im Bild ab?

    Erkenntnis: Ja, es ist so.

    2006 | 10 | 31. | Kunstbetrachtung
    • Messung einer Bildbetrachtung, Malereien von Nana Nauwald,
    2006 | 11 | 24. | Auftaktveranstaltung „Stadt der Wissenschaften“ 2007

    Zusammentreffen der Präsidenten der Braunschweiger Hochschulen (HBK/TU) samt ihrer Brain-Avatare. Altstadtmarkt, Braunschweig. Öffentliches ZUSAMMENTREFFEN von Kunst und Wissenschaft XII

    Symbolisches Event: „Die Gedanken sind frei“, gesungen von Susanne Pütters vom Staatstheater Braunschweig, samt Live-Visualisierung ihres Avatars vor 3000 Leuten.

    Zudem sollte ein gemeinsames Bild für interdisziplinäre Forschung geschaffen werden. Dafür wurden die Präsidentin Barbara Straka der Hochschule für Bildende Künste und der Präsident der Technischen Universität Braunschweig Live in einem gemeinsamen Doppel-Avatar visualisiert.

    2007 | 06 | 08. bis 10. | „1 Sekunde“ (3000 Avatare)

    Vortrag „Neurobiologische Konsequenzen für EINE Bildwissenschaft“, Symposium „Motivation : Natur : Wissenschaft – Künstlerische und naturwissenschaftliche Fotografie im Dialog“ Altes Rathaus, Braunschweig. Fotowand und Installation zum Symposium „Fotografie von Kunst und Naturwissenschaft“, 10.-17.06.2007, Wichmann-Halle, Braunschweig. Öffentliches ZUSAMMENTREFFEN von Kunst und Wissenschaft XIII

    Es wurde eine Minute Brain-Avatar als Einzelbilder dargestellt, 3.000 Fotos auf einer Wand.

    Forschungsfragen: Gibt es ein Bild für einen Zustand? Oder sind auch Zustände immer auch Prozesse?

    3.000 Avatare = ein Zustand. Einzelne Fotos täuschen schnell und sind immer eine ästhetische Auswahl.

    Die Lesbarkeit eines Avatares vollzieht sich über die ästhetische Wahrnehmung, gehört also zum Bereich der Kunst. Ein Avatar ist Ausdruck von Gehirnaktivität, – ist also ein bildgebendes Verfahren der Naturwissenschaft.

    Der Kontext der Ausstellung und die Wahrnehmung des Betrachters entscheidet was man zu sehen glaubt. Es liegt im Auge des Betrachters.

    2007 | 06 | 20. | “Dialog für eine Person”

    Live-Brain-Avatar mit Karsten Dehning (Neues Ensemble Hannover), Roter Salon, Braunschweig

    Erstes Feedback-Experiment live. Der Musiker spielt die ersten 10 Minuten zum Publikum gerichtet „Nomos Alpha“ von Iannis Xenakis . Sein Brain-Avatar läuft im Hintergrund und ist für das Publikum gut sichtbar. Nach einer Pause im Stück dreht sich der Musiker zu seinem Avatar und spielt weiter.

    Forschungsfragen: Hat die gespielte Musik eine Wirkung auf den Avatar? Bildet sich die Musik im Avatar ab? Hat der Avatar später eine Wirkung auf den Musiker? Kann der Musiker den Avatar beeinflussen bzw. stabilisieren?

    2007|11|02. – 03. – “Global Brain Sounds”

    Konzert- und Resonanz-Experiment in Braunschweig, Brüssel, Kairo (scheiterte), Montevideo, New York City, Shanghai. Öffentliches ZUSAMMENTREFFEN von Kunst und Wissenschaft XIV

    Mit: Wiu Lu, Jim Stanley, Fernando „Lobo“ Nunez, Adham Hafez, George van Dam, Karsten Dehning, Robyn Schulkowsky und Maria de Leon. (Braunschweig und New York hatten ein zweites Solo-Konzert vorher)

    Versuch einen dialogischen 6er-Avatar zu erzeugen. Sechs Musiker spielen an sechs verschiedenen Orten weltweit ein Konzert, werden dabei gemessen und visualisiert. Per Internet laufen die EEG-Daten und die einzelnen Konzerte in Braunschweig zusammen, wo sie sich zu einem gemeinsamen Brain-Avatar und Konzert vereinen.

    Forschungsfragen: Was passiert beim Zusammenspiel von Musikern während eines Konzertes?

    Kommt es zu Korrelationen des Brain-Avatars?

    Ausgangspunkt des Experiments waren die vom Projekt errechneten Wellenlängen von Gehirnaktivität. Im Normalzustand (10 Hz) besteht eine Wellenlänge von 30.000 km, im entspannten Zustand deutlich länger.

    Viele technische Probleme durch die Internetübertragung machten ein vollständiges Konzert leider unmöglich.

    00:30 Ortszeit MESZ sollten die Auftritte zusammenlaufen, doch sackte die Bandbreite unseres Netzes nach Sekunden auf ein Zehntel. Später stellte sich raus, dass quasi zeitgleich eine uns unbekannte Speicher-Routine des Veranstaltungsortes in Braunschweig das ganze System sicherte, und zwar extern durch das Internet. Nur einer von vielen unglaublichen Zufällen. Einzig die Hälfte der Dokumentationen erreichte ihr Ziel, alles Equipment kam zurück, aber die Dokumentationen verschwanden in Brüssel, Kairo und Braunschweig auf unterschiedlichste unmögliche Weise, einmal laut Ladepapiere direkt beim Zoll. Es sollte nicht sein und auch zu viel auf einmal gewollt, – drei parallele Länder hätten es auch getan. Unverändert bleibt aber das Interesse die Wechselwirkung zwischen Menschen zu untersuchen.

    Brain-Avatar für zwei und mehr Personen:

    Der ursprüngliche Gedanke des Brain-Avatars war 2002 ein Medium für zwei Personen zu schaffen, als Internet-Avatar, den der andere sieht. Eine angenehm ästhetische Vorstellung jemand darauf anzusprechen, – das ist im wörtlichsten Sinne nicht-oberflächlich. Zu sagen: „Interessanter Avatar!“ oder Ähnlichkeiten zum eigenen Avatar festzustellen, Entsprechungen. Man braucht kein Thema (er)finden im Chat, es ist die ganze Zeit vor Augen. Als abstraktes Bild ist jede Ebene des Einstiegs möglich. Eine Kommunikationshilfe, um sich auch nicht selbst zu konkret beschreiben zu müssen, was immer eine Reduktion ist. Im Grunde können wir schwer sagen wie es uns geht und wer wir sind. Der Avatar sollte hier als Online-Medium helfen. Schnell wurde klar, dass kein Computer solche Muster realistisch berechnen und simulieren kann, in Echtzeit sowieso nicht. Seitdem wurde der nicht-digitale Avatar entwickelt und ist seit 2012 technisch standardisiert und validiert. Nun 2013 endlich wird eine Zwei-Personen-Einheit realisiert wird, um diesen zentralen Ausgangsgedanken an öffentlichen Orten zugänglich zu machen.

    2008 | 03 | 21. bis 24. | „Labor“
    • Raum-Installation, Messungen, World-Psychedelic-Forum, Kongress-Zentrum Basel.

    Öffentliches ZUSAMMENTREFFEN von Kunst und Wissenschaft XV

    Auf dem Kongress mit 2000 Besuchern wurde vier Tage durchgehend Personen live visualisiert. Einige Teilnehmer kamen in speziellen Zuständen zum Experiment (THC, Ritalin, Psychopharmaka, LSD, DMT), zum Teil mit Vorher-/Nachher-Vergleich.

    Sammlung zur Wirkungsforschung:

    Treten Veränderungen auf? Gesteigerte Feedback-Wirkung? Gesteigerte Feedback-Fähigkeit? Selbsterleben?

    2008 | 06 | 06.bis 08 | Körperhaltung
    • Netzwerktreffen Felicitas-Goodman-Institut, Vortrag und Experimente.

    Nicht öffentliches ZUSAMMENTREFFEN XVI

    Felicitas Goodman untersuchte ethnologische Körperdarstellungen aus verschiedenen Kulturen. Hierbei ist eine Reihe von Körperhaltungen aufgefallen, die wiederholt bzw. in verschiedenen Kulturen auftraten. Diese Körperhaltungen testete Goodman mit Gruppen praktisch und sammelte die Erfahrungen der Teilnehmer. Dabei fielen die Ähnlichkeiten in der gemachten Erfahrung auf, so dass bestimmte Haltungen Namen erhielten, wie die „Bärenhaltung“ (Foto: Nana Nauwald).

    Fragestellung: Gibt es besonders psychoaktive Körperhaltungen? Welche Wirkung haben archaische Sounds, wie Rasseln oder eine Rahmentrommel?

    Befund Bärenhaltung:

    Diese Bärenhaltung wurde zum wiederholten Male gemessen und visualisiert. Es war auch vergleichend festzustellen, dass es

      a) zu einem deutlichen Anstieg im hochfrequenten Beta-Bereich kommt, was eine erhebliche Aktivierung und Wachheit bedeutet, sowie

      b) ein erheblich erhöhtes elektrisches Potential, ähnlich dem Erwachen, – gleichzeitig jedoch

      c) die niedrigfrequenten Delta- und besonders Theta-Wellen hochsignifikant ansteigen, was normalerweise in der Meditation oder im Schlaf auftritt.

      d) Es stellt sich ein hoher Maß an Synchronisation ein, auch zwischen den Gehirnhemisphären, was als ganzheitlicher Gehirnzustand interpretiert werden kann. Der Schwerpunkt der Gehirnaktivität war bei den Messungen unterschiedlich, wobei die Sehzentren und die rechte Gehirnhälfte dominierten.

    Dieser an sich widersprüchliche Befund der ruhenden Konzentration bei hoher Spannung ist eine sehr spezielle Gehirnaktivität. Wenn man bedenkt, dass die Person im Grunde ja nur ruhig dasteht, ist das extreme EEG-Bild, wie auch der ungewöhnliche Avatar mit höchsten Ausschlägen eine Überraschung. Von daher kann man schon davon sprechen, dass es Körperhaltungen gibt, die recht stark psychoaktiv wirken. Dieses Ergebnis hat uns nachhaltig beeindruckt von seiner Einfachheit, wie auch Wirkung. Diese Ergebnisse beziehen auf den Zeitraum des Trommeln und der eingenommenen Körperhaltung, nicht auf das vorhergehende Rasseln.

    Gemessen wurde in einer dafür üblichen rituellen Gruppen-Trance.

    Das Rasseln hatte auch eine deutliche Wirkung in der EEG-Aufzeichnung, die man nur so beschreiben kann, als wenn das gesamte Signal ein Kräuseln auf der Welle erhält (Gamma-Osszilation?) Das könnte einen Gesamtzusammenhang schaffen, was aber zum damaligen Zeitpunkt bei der Aufzeichnung nicht untersuchbar war. Das Rasseln hat im rituellen Zusammenhang eine deutlich andere Wirkung, als wenn man einfach nur rasselt, was man auch gut ignorieren kann.

    Der Aspekt der eigenen Öffnung spielt eine erhebliche Rolle, ebenso die Gruppe und wohl auch der rituelle Zusammenhang. Die eigene Öffnung ist uns wenig vertraut und alte Praktiken, bei denen man nicht nachdenken muss, ein hilfreicher Hinweis. In einer nun möglichen multidimensionalen Praxis sollen diese einfachen und wirksamen Erfahrungen von (auch bewegten) Körperhaltungen einfließen, die ja aus allen Kulturen und Kulturstufen überliefert sind. In jeder Kita, die wir kennen, wird damit intuitiv gearbeitet.

    Wenn man nun annimmt, dass es Körperhaltungen gibt, die stärker psychoaktiv sind, stellen sich viele Fragen zur Bedeutung und Wirkung von Form. [siehe Kapitel Körper – Seele? Körper – Geist? Form!]

    2008 | 11 | 06. bis 07. | Symposium Resonanz
    2009 | 06 | 08. bis 09. | Symposium Resonanz

    „Resonanz – Muster die verbinden“, Interdisziplinäre Symposien von Well…come 21, Aula der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Öffentliches ZUSAMMENTREFFEN von Kunst und Wissenschaft XVII & XVIII

    Mit Prof. Gerald Hüther, Prof. Werner Deutsch, Prof. Ulrich Ott, Prof. Christine Heil, Roger Russell, Micky Remann, Prof. Thomas Görnitz, Martin Schöne u.a.

    Titel der Vorträge: „Flow erleben und Flow erfassen“, „Vibes – Komplexe Muster als Mittler von Intelligenz und Evolution“, „DNS und LSD“, „Präsenz und Rhythmus – Bewegungsrhythmen und Resonanz: sich bewegen und miteinander bewegen“, „Neurobiologische Grundlagen sozialer Resonanzphänomene“, „Reduktion von Komplexität als künstlerische Praxis“, „Der Traum vom Schweben – Horizontverlust und Lustgewinn in Spuk und Medien der Moderne“, „Kartierungen von Vermittlungsräumen der Kunst“, „Resonanz im Hirn und bewusstes Erleben“.

    Forschungsfrage: Gibt es inne liegende Muster, die Verbindung herstellen und Zusammenhänge bilden? Aus der Perspektive neurobiologischer Forschung zu Plastizität und Flow heraus, sowie von Musikern. Audios unter www.wellcome21.de.

    • Vorträge des Symposiums Resonanz I (6. November 2008)
    • Vorträge des Symposiums Resonanz I (7. November 2008), Fotos (06. und 07. November 2008)
    • Vorträge des Symposiums II (8.-9. Juni 2009), Fotos (08. und 09. Juni 2009)
    2009 | 09 | 04. bis 13. – Ideen-Expo 2009
    • Pavillon der Ideen, Bereich Kommunikation, Rauminstallation und einige Videoarbeiten, Expo, Hannover.

    Auf der IdeenExpo 2009 mit über 100.000 Besuchern und hunderten Ausstellern vertraten wir die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Der extrem gut besuchte Stand war einer der offiziellen „Highlights“ der Veranstaltung. Von klein bis groß faszinierten die Exponate, die zum Teil interaktiv waren.

    Forschungsfragen: Können Personen, die noch nie einen Brain-Avatar gesehen haben, die Muster intuitiv richtig bestimmten Zuständen bzw. Personen zuordnen? Es wurden parallel vier Avatare gezeigt, wobei die Frage stand: Wer ist wer?* Buddistischer Geistlicher, Mantra-Meditierende, Kind, Psychopharmaka-Patient?

    Ergebnisse: Es zeigte sich, dass ca. 80% der Befragten bei hoher Signifikanz (75-100% Trefferquote) die Gehirn-Muster richtig interpretieren konnten. Dies ist sehr überraschend, da die Muster hoch abstrakt sind und diese niemand zuvor gesehen hat. Die Lesbarkeit orientiert sich demnach ausschließlich an den Formen.

    * Ca. 200 Befragungen, wobei über 150 Personen nach wenigen Minuten drei bis vier richtige Antworten geben konnten. Die größte Fehlerquelle war der Psychopharmaka-Patient. Die Befragung ging durch alle Altersgruppen, wobei keine Altersdifferenzierung vorgenommen wurde.

    2010 | 10 | 17. | “Sounds vom Atom bis zum Gehirn”
    • Konzert-Experiment und Visualisierung mit Wasserstoff-Musik von Barnim Schultze (Akasha Project) und Live-Brain-Sounds von Martin Schöne, Well…come 21

    ZUSAMMENTREFFEN von Kunst und Wissenschaft XX

    Stück: Hydrogen

    Barnim Schultze (Akasha Project) erläuterte und spielte zu einen Teil seiner Forschung zum Wasserstoffatom: ‘H2 – The Quantum Music of Hydrogen – Der Klang des Wasserstoffatoms’. Dazu wurde sein Brain-Avatar für das Publikum visualisiert und es wurde erstmalig live mit den Brain-Sounds gearbeitet. Akasha begann mit Variationen zum OM-Ton, die ein aktives Gemisch an Sounds wurden. Der Avatar unterschied sich deutlich sichtbar vom Hydrogen-Avatar. Auf Basis der Gehirnaktivität des Spielenden wurde eine Reihe von Sounds hörbar gemacht, gefiltert und geschichtet.

    2011 | Mai bis 2012 | Juni | Veröffentlichung Pre3 W:U:R:M – Methoden & Muster von Entspannter Konzentration von Schülern
    • Abschluss Auswertung Frühjahr 2013.

    10 Schüler im Alter von 12-15 Jahren

    k-Mai 2011-juni 2012Diese Untersuchung war vor allem ein Praxis-Test von Abläufen, Techniken und ausgewählten Methoden. Pre3 ist zudem der logische Schritt aus unserer Umfrage zu Entspannungs- und Konzentrations-Methoden von Kindern und Jugendlichen (Pre1). Die Ergebnisse der Umfrage werden so in der Praxis angewandt. In der KLAX-Sekundarschule wird die Wirkung von ausgewählten Entspannungstechniken in Kombination mit schulischem Lernen untersucht (EEG, Avatar, Video).

    Forschungsfragen: Verfügen die Schülerinnen und Schüler über individuelle Methoden zur Herstellung von Konzentration und innerer Ruhe?

    Lassen sich mögliche Wirkungen von selbstgewählten Entspannungsmethoden der Schülerinnen und Schüler auf den Gehirnzustand beobachten?

    Abschluss Auswertung Frühjahr 2013.

    2012 | Februar bis Juni | Start Kita-Studie W:U:R:M
    • Die Hypothesen entstanden aufgrund von Beobachtungen in Messungen mit dem Brain-Avatar.

    Start Kita-Studie W:U:R:M – Wahrnehmungs-Untersuchung zu Resonanz-Mustern bei Kita-Kindern in Berlin (Altersstufe 3-6 Jahre). In der Studie werden empirische Sozialforschung mit medizinischer Datenerhebung und neuen Auswertungs- und Analyseverfahren verbunden.

    In W:U:R:M wurde der besondere Gehirnzustand von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren untersucht, der Thetazustand. Die Messungen fanden in ihrem bekannten und vertrauten Lebensumfeld der Kita statt, wo sie sich ungezwungen bewegen, spielen, malen, singen oder puzzeln konnten. Es entstand eine Sammlung vergleichbarer Muster.

    Die Studie W:U:R:M bildet den Auftakt vieler nachfolgender Studien, in denen die Resonanzmuster von Menschen auf seine Formen und Prozesse untersucht werden.

    Hypothesen

    Die Hypothesen entstanden aufgrund von Beobachtungen in Messungen mit dem Brain-Avatar:

      – Es gibt neurobiologischen Besonderheiten von Kindern im Alter von 3-5 Jahren. Diese lassen sich als Übersetzungen in anschaubare Formen bringen. Sie sind als spezifische Muster von Kindern beobachtbar.

      – Die Aktivitäts-Muster des Normalzustands von Kindern unterscheiden sich von denen der Erwachsenen.

      – Kinder erzeugen und halten im Wachbewusstsein über größere Zeiträume hochsynchrone Zustände, der für gutes (informelles) Lernen die Vorbedingung darstellt. Im besten Fall wird ein fortgesetzter Point-of-Excellence erzeugt (Flow).

    Wir gehen davon aus, dass Kinder in einem anderen Grundzustand sind, als Erwachsene und leichter in Zustände Informellen Lernens kommen. Daher wollen wir hier das Phänomen Synchronisation näher untersuchen, mit dem Ziel die spezifischen Auslöser und Modulatoren für Synchronisation aufzufinden.

    Neuentwicklungen

    Voll-Aufzeichnung mit EEG, Brain-Sound und Video, als Parallelmessung mit zwei Personen.

    Seit der ersten Parallel-Messung mit Marina Abramovic sind genau 10 Jahre vergangen!

    Diese Art der Parallelmessung stellte eine ganz besondere Herausforderung bereit: die Aufzeichnung einer Praxisstunde zur Sensorischen Integration (eine Therapiestunde für Kinder), in der freie Beweglichkeit bis hin zum Schleudern oder Press-Situationen (in Hängematte einrollen etc.) vorkommen.

    Hierfür wurde eine Minirucksack/Zipfelmützen-Kombination für zwei Personen gebaut.

    2012 | 09 | 23 | Entwicklung Brain-Sound-EEG – erste industrielle Serienfertigung der Platinen

    Dank dem großartig versierten Reiner Münch und seiner langjährige Erfahrung (OpenEEG, Monolith-EEG), wurden projekteigene EEG-Platinen entwickelt.

    Neben unserer eigentlichen Entwicklung des bildgebenden Verfahrens war es von Beginn an problematisch die dafür nötige unverfälschte Frequenzinformation aller Kanäle aus dem EEG-Gerät zu erhalten. Nach Jahren von (Fehl-)Käufen und dem Erdulden von Störquellen und Instabilitäten, führte dieser Anspruch zu diesen Platinen.

    Der Brain-Sound soll dabei unverändert analog wie digital in hoher Qualität und Schirmung (!) ausgeben werden. Es dauerte Jahre um an diesen Punkt zu kommen, da mehrere Anläufe, auch von Ingenieuren, scheiterten.

    2012 | 12 | 20 | Weltweite Patentanmeldung

    Die Reihe neuer technischen Erfindungen und konkreter Umsetzungen, die den Brain-Avatar 3.1 ermöglichen, werden in 146 Ländern zum Patent angemeldet. Nachdem 2006 die grundsätzliche Methode des bildgebenden Verfahrens weltweit angemeldet wurde, haben wir intensiv an einer optimalen und lautlosen Resonanzübertragung von Gehirnaktivität gearbeitet, um das Verfahren praktikabler zu gestalten. “Arrangement and method for visualizing an electrical signal” ist die Grundlage für standardisierte Studien, da eine „Blackbox“ keine technische Prüfbarkeit ermöglicht. Nur so kann man zudem Missbrauch (Lügendetektor etc.) verhindern.

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