Neuro-ästhetisches Feedback

Neuro-ästhetisches Feedback

Der Brain-Avatar ist eine 1-zu-1-Darstellung von Gehirnaktivität und das erste Neuro-ästhetische Feedback. Es zeigt die neuronale Ästhetik und spricht im besonderen Maße die ästhetische Wahrnehmung an.

Der Brain-Avatar überträgt erstmalig die Gehirnaktivität verstärkt, aber unverändert in ein analoges Medium (Wasser). So wird erstmals ein Prozess natürlicher Formwerdung angestoßen, der unsere ästhetische Wahrnehmung besonders anspricht und zugänglich ist. Alle früheren Feedbacksysteme digitalisieren die analoge Messung der Gehirnaktivität in Einsen und Nullen und weisen völlig beliebig einer Frequenz eine Form, Farbe etc. zu. Der Brain-Avatar ist frei von Vorgaben in der Darstellung und ergibt sich rein aus der individuellen Messung. Der Brain-Avatar liefert daher das erste ästhetische Neuro-Feedback, – und es ist vom Laien interpretierbar.

Was sehen wir? Kunst? Eine interaktive Rauminstallation zur Identität? Resonanz, als naturwissenschaftliches Grundlagen-Phänomen? Was ist die Betrachtung der eigenen neuronalen Meta-Form? Das liegt ganz im Auge des Betrachters, aber führt unweigerlich zu einer Beschäftigung mit sich.

Um die Motivation zur Entwicklung des Brain-Avatars zu verstehen, muss man wissen, dass alle neueren bildgebenden Verfahren nicht die Primärdaten messen, also die Gehirnaktivität mit all seinen unterschiedlichen Qualitäten, sondern lediglich die begleitenden Phänomene, wie Sauerstoff- oder Glukoseverbrauch. Diese rein quantitative Messung lässt die Qualitäten der Signale unsichtbar bleiben.

Zudem wird bei neueren Verfahren i.d.R. 90% der Daten weggefiltert und nicht dargestellt. Durch diese massiven Filterungen kann man das Bildergebnis auch manipulieren. Diese Vorgehensweise gerät zunehmend in die Kritik, da die Bilder zu statistischen Größen werden, mit erheblichem Fehlerpotential. Man stellt Eindeutigkeit her, wo keine ist. Der Mensch und sein Gehirn sind wohl nicht auf einige Zahlenwerte reduzierbar. Auch naturwissenschaftlich: Technisches Filtern löscht eventuell genau die Information und Qualität im Signal, die den Zusammenhang herstellt, den wir suchen (z.B. Synchronisation).

Ansatz von Well…come 21 – Reduktionismus ist unvermeidlich, aber reduzierbar: Neuro-ästhetisches Feedback.

Der Brain-Avatar war der Versuch Gehirnaktivität möglichst original und analog zu belassen und sie in etwas Analogen darzustellen, um nur das zu sehen, was darin ist. Die natürliche Form der Aktivität sollte für sich selbst sprechen, – denn nur so konnte man sicher zu sein die ästhetische Wahrnehmung besonders anzusprechen und überhaupt ein echtes Feedback zu erhalten. Was nützen einem Farbpunkte oder x/y-Achsen? Wie könnte das kommunizieren mit dem Selbst?

Alle früheren Feedbacksysteme digitalisieren die analoge Messung der Gehirnaktivität in Einsen und Nullen und weisen völlig beliebig einer Frequenz eine Form, Farbe etc. zu. Der Brain-Avatar ist frei von Vorgaben in der Darstellung und ergibt sich rein aus der individuellen Messung.

Es ist programmiert, niemand empfindet dabei etwas oder tritt sich selbst gegenüber. Der Avatar sollte dagegen ein Instrument zur Selbstbeobachtung sein und wir wollten nichts anders sehen, außer dieses Selbst. Dies könnte ein echtes Feedback liefern, so dass die Hoffnung bestehen bleibt, dass es direkt kommuniziert mit einem und auf einer tieferen Schicht ein Selbsterkennen stattfindet. Die erlebte Orginalität des Bildes erhebt es über die mediale Beliebigkeit irgendetwas zu sehen. Der Avatar des Einzelnen ist immer einzigartig, jeder hat seinen, wie ein Fingerabdruck, nur dass sich dieser verändert mit den Stimmungen.

An sich ist der Avatar (ohne Brain) immer nur eine dunkle ruhende Wasserfläche.

Wasser stellte sich als der schnellste Resonator überhaupt heraus, so schnell, dass die Bewegung im Wasser bis zu 10.000 mal in der Sekunde an den Schalenrand und zurück geworfen wird. Dies entspricht der mathematischen Iteration, nun zufällig das Standardverfahren in der Hirnforschung, – und so ergibt es sich wohl, dass das Chaos im Signal verschwindet, die starken Attraktoren verbleiben und die Selbstorganisation wird sichtbar. Wir sehen dann diese Metamuster, die sich aus Milliarden-Impulsen herausformen. ….[Jahre später:] …und das bedeutet, dass wir die Wechselwirkung sehen!

Damit geht das Funktionsprinzip des Brain-Avatars über die bestehenden bildgebenden Verfahren oder Feedbacksysteme hinaus, da es erstmals die Wechselwirkungen zwischen den gemessenen Aktivitäten abbilden kann. Dies geschieht auf rein physikalischem Weg, ohne künstlerischen oder wissenschaftlichen Eingriff oder jede beliebige/individuelle ästhetische Entscheidung. Es wird nur sichtbar gemacht. Zudem zeigt das bildgebende Verfahren ein tatsächlich vorhandenes Phänomen: Mikroresonanz existiert, logisch zwingend, auch im wässrigen Gehirn. Dies hebt sich deutlich von allen anderen Verfahren ab, da es im Gehirn natürlich weder rote oder blaue Farbflecken noch x/y-Achsen etc. gibt.

Frühere Feedbacksysteme stellen lediglich die gemessenen Aktivitäten additiv dar. Beim Brain-Avatar wird erstmals auch die Wechselwirkungen der neuronalen Aktionspotentiale untereinander visualisiert (neben den klassischen Darstellungen). Man kann daher von einem Feedback 2.0 sprechen. Jede Wahrnehmung, jedes Denken und jedes Gefühl entsteht aus der gemeinsamen Wechselwirkung der einzelnen Aktionspotentiale (neuronale Synchronisation).

In den Jahren der künstlerischen Anwendung und Vermittlung in der ästhetischen Praxis konnten viele Eindrücke und Erfahrungen gewonnen werden. Alle Prozesse, die über die Form angesprochen werden, werden sichtbar gemacht und gleichermaßen angeregt. Die Wahrnehmung wird gefordert und gefördert.

Ansatz Wellcome 21 Brain Train

Der Avatar ist ein Instrument zur spielerischen Selbstbeobachtung und kann so zur Identitätsbildung beitragen. Menschen haben das natürliche Bedürfnis das eigene Bild zu beeinflussen, harmonische Muster herzustellen und mit ihnen in ein Spiel zu kommen. Der Avatar zeigt eine abstrakte Darstellung der Gehirnaktivität, die aber intuitiv lesbar ist. Spannend daran ist, dass auch die unbewussten Anteile gezeigt werden und es ein interaktives Medium ist.

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