Brain Sounds

Brain-Sounds

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Echte Brain-Sounds beruhen auf Messungen von Gehirnaktivitäten und vertonen diese. Natürlich wirken Sounds, wie z.B. Musik auf das Gehirn, aber das sind keine Brain-Sounds. Auch ein Sinus-Signal auf einer Alpha-Frequenz (8-11 Hertz) hat nichts mit Sounds aus dem Gehirn zu tun. Gehirnaktivität ist sehr viel feiner moduliert und differenziert als ein technisches Alpha-Signal. Daher ist auch die Annahme, dass das Anhören von Alpha-Pulsen eine positive Wirkung auf das Gehirn hat, haltlos und durch nichts belegt. Die Wahrscheinlichkeit einer Wirkung ist sogar geringer als ein Placebo, da das stupide Signal viele Menschen auf Dauer “nervt” und sogar Kopfschmerz auslösen kann.

Bei den Brain-Sounds geht es darum sich selbst zu hören und die parallelen Prozesse des Gehirns herauszufiltern. Im Ergebnis liegen immer eine Reihe von Brain-Sounds gleichzeitig vor. Als Martin Schöne 2005 einfache Soundfilter schichtete und auf Original-EEG-Sound anlegte, entdeckte er die Brain-Sounds: Ordnungen, Harmonien, Rhythmen, Modulationen, Klangverschiebungen in den Gehirnströmen.

Fest steht, dass es in den Brain-Sounds Ordnungen geben muss, sonst könnte niemand etwas denken, schreiben, lesen oder hören. In der Addition aller Sounds hört man lediglich Rauschen und eine Kakophonie dutzender Sounds (siehe unten 01 Original-EEG-Sound). Mit entsprechenden Filterungen lassen sich nun die Ordnungen darin finden.

Natürlich stehen wir noch vor einem Meer von Möglichkeiten, da kaum neurobiologische Anhaltspunkte und Auswahlkriterien existieren, aber das in diesen Sounds Entdeckungen gemacht werden können, ist klar.

Die Brain-Sounds bieten daher einen kreativen und forschenden Freiraum für Entdeckerfreude. Mit dem Brain-Avatar lassen sich die gefilterten Brain-Sounds auf Wirksamkeit testen.

Als Hörprobe stehen neun Sounds zur Verfügung, die aus einer Messung stammen. Zurzeit forschen wir an neuen Filtern, um Synchronisation sensibler zeigen können. Die Mathematik der Hirnforschung macht es nicht anders: sie nimmt die Gesamtinformation der Frequenzen, wandelt diese in Zahlen um, transformiert sie, bis nur noch die Synchronisation übrig bleibt.

Muss es dann nicht auch möglich sein einen Soundfilter zu entwickeln, der ähnliches leistet? Ist unser Ohr nicht auch besonders geeignet Synchronisation zu erkennen? Aus der Theorie geboren, eröffnen die Brain-Sounds nun viele Anwendungs-Möglichkeiten, besonders spielerisch-forschende.

Im Gehirn spielt ein großes Orchester mit vielen Instrumenten. Sie spielen nicht immer harmonisch zusammen oder gar dasselbe Stück. Daraus ein Konzert zu machen ist der nächste Schritt.

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